Supervision
Als Coach bist du die Person, die anderen Fragen stellt, sie reflektiert und ihnen hilft, sich ihrer Stärken, ihres Potenzials, ihrer blinden Flecken, neuer Perspektiven usw. bewusst zu werden. Aber wer macht das bei dir? Es gehört zu einem Coaching-Mindset, sowohl beruflich als auch persönlich immer weiter zu lernen und sich selbst Gelegenheiten zur Reflexion zu verschaffen. Möglichkeiten hierfür sind unter anderem Intervision, Supervision, Mentor-Coaching, Kurse oder Trainings. Hier gehen wir auf die Option der Supervision ein.
Supervision zielt darauf ab, deine persönliche und berufliche Entwicklung zu fördern, mit (ethischen) Dilemmata umzugehen und die Qualität deines Coachings zu steigern. Supervision wird von Berufsverbänden zu Recht stark empfohlen oder manchmal als Voraussetzung für die Zertifizierung gefordert. Sowohl während der Ausbildung als auch während der Tätigkeit als praktizierender Coach bietet Supervision:
- Förderung der Fachkompetenz
Die anerkannten Coach-Kompetenzen immer effektiver und in unterschiedlichen Kontexten einsetzen. Bewusstsein für ethische Rahmenbedingungen und berufliche Verantwortung. - Raum für Reflektion
Gemeinsam alle Aspekte herausfordernder Situationen erkunden. Einblick in Muster, eigene Stärken und Entwicklungsthemen, Tücken. Und Handlungsalternativen ausarbeiten. - Persönliche Unterstützung
Eine Vertrauensbeziehung und Raum, um eigene Emotionen, Zweifel, Spannungen, Fragen und Wünsche zu sprechen.
Kurz gesagt, egal ob du gerade erst anfängst oder schon seit Jahren als Coach tätig bist, Supervision hilft dir dabei:
— weiter zu lernen;
— mit komplexen Situationen umzugehen;
— für dein eigenes Wohlbefinden zu sorgen;
— dein Selbstvertrauen als Coach zu stärken.
Wenn du deine Zertifizierung (ACC, PCC oder MCC) bei der International Coaching Federation (ICF) erneuern möchtest, kannst du maximal 10 Stunden Supervision für deine CCEs verwenden.
Beispiele für Themen, die du in die Supervision einbringen kannst:
- Woran liegt es doch, dass ich immer vor einer Sitzung mit Coachee X zurückschrecke und was kann ich dagegen tun?
- Ich habe ein Dreiergespräch mit meiner Coachee und ihrem Vorgesetzen vereinbart und nun möchte der Vorgesetzte mich vorher unter vier Augen sprechen. Was soll ich tun?
- Ich habe den Eindruck, dass mein Coachee nicht weiterkommt. Soll ich das im Gespräch ansprechen? Bin ich überhaupt ein guter Coach?
- Kürzlich lief ein Gespräch sehr gut und meine Coachee sagte, dass es ihr enorm geholfen habe. Wie kann ich dafür sorgen, dass dies öfter geschieht?
- Ich finde es schwierig, mit Coachees umzugehen, die sehr kritisch sind. Wie kann ich trotzdem in meiner Rolle als Coach bleiben?
- Mein Coachee hat eine schlechte Bewertung von seinem Team erhalten und ich merke, dass um ihn herum viel Politik passiert. Wie gehe ich damit im Coaching um?
- Ich arbeite schon seit vielen Jahren als Coach und es läuft überwiegend gut. Wie kann ich mich weiterentwickeln?
Dein Supervisor wird dir wie ein Coach Fragen stellen und dich spiegeln, damit Du möglichst selbst zu Erkenntnissen und Antworten gelangst. Darüber hinaus wird dein Supervisor aufgrund seiner/ihrer größeren Erfahrung Erkenntnisse, Wissen, Ideen oder Ratschläge vermitteln.
Der Unterschied zum Mentor-Coaching besteht darin, dass sich die Supervision auf alle Aspekte und Fragen zu deiner Person als Mensch in der Rolle des Coaches beziehen kann, während sich das Mentor-Coaching speziell auf die ICF-Kompetenzen konzentriert.
Kosten
Du entscheidest selbst, wie viele Sitzungen du buchen möchtest. Wir berechnen einen Stundensatz von 150 € für individuelle Supervision. Du kannst dich auch mit einer Gruppe anmelden. Bei einer Gruppe von 2 Personen beträgt der Stundensatz 125 € pro Person, bei einer Gruppe von 3 Personen 100 € pro Person und bei einer Gruppe von 4 Personen 75 € pro Person.
Die Beträge verstehen sich zuzüglich 21 % MwSt.
Wenn du interessiert bist oder dich anmelden möchtest, kontaktiere uns bitte.
